Piko Messwagen H0

Seit kurzem habe ich einen Piko Messwagen im Einsatz, den ich vor allem an meinem Testoval in meinem Büro nutze, da ich hier auch Lokdecoder programmiere und hier kein µCon-Railspeed zur Verfügung habe.

Der Piko Messwagen ist eine geniale Erfindung von Piko, die keine Wünsche offen lässt. Folgendes ist u.a. möglich:

  • Anzeige Geschwindigkeit
  • Anzeige der gefahrenen Strecke
  • Anzeige der Steigungen/Gefälle in %
  • Anzeige der Neigung in % (für Gleisüberhöhungen in Kurven usw.)
  • Anzeige der Spannung in V

Auf dem Display des Wagens kann man verschiedene Anzeigen wählen. Im abgebildeten Beispiel „Small“ sind alle möglichen Werte auf einer Seite und daher auf Distanz nicht gut lesbar. Mit einem Fingertipp kann man die verschiedenen Bildschirmanzeigen wählen, z.B. nur Fahrgeschwindigkeit in grosser Schrift, was dann auch aus Distanz gut lesbar ist.

Mit der Config-Software kann man zusätzliche Bildschirme gestalten oder bestehende ändern. Für die Einstellungen mittels dem Config PC-Programm wird der Wagen mit der USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden. Auch andere Einstellungen werden mit der Software getätigt.

Der eingebaute Akku wird entweder über die USB Schnittstelle oder das Gleis geladen. Leider funktioniert das „Gleisladen“ aber verständlicherweise nur mit 2-Leiter Gleis, nicht mit Märklin-Gleis. Ob Gleich- (Analog) oder Digitalversorgung spielt dabei keine Rolle.

Der Messwagen kann auf 2 Arten integriert werden:

  • Mit eigenem Accesspoint, d.h. er sendet ein WLAN-Signal, wirkt also als WLAN-Sender. So kann man das Smartphone mit dem Messwagen verbinden. Mit der Android-App kann man so alle Messdaten auf dem Smartphone bequem ablesen, so dass man das Display im Wagen kaum mehr braucht. Während der aktiven WLAN-Verbindung mit dem Pikowagen ist logischerweise kein Internetzugang mit dem Smartphone vorhanden, aber das Telefonieren usw. funktioniert natürlich weiterhin.
  • Man kann den Messwagen aber auch ins eigene WLAN einbinden, auch das funktioniert im 2,4 Netz bestens. So bleibt das Smartphone auch weiterhin mit dem Internet verbunden. Ich bevorzuge Letzteres!

Da der Messwagen eine eigene DCC-Adresse hat (Decoder mit Adress-Voreinstellung 50), muss der Wagen während dem Programmieren der Lok vom Gleis genommen werden, damit das Einlesen und Programmieren von Lokdecodern (z.B. mit dem ESU-Lokprogrammer) funktioniert. Aber dank dem Messwagen kann man nun ohne weitere Massnahmen die exakte Geschwindigkeit feststellen und entsprechend im Decoder programmieren.

Beim  Anlagenbau hilft der Messwagen, keine zu grossen Steigungen und Gefälle zu bauen und wenn man die Kurven erhöhen will, dann kann man auch die Neigung kontrollieren.

Beim Anlagenbetrieb kann der Messwagen auch die Gleisspannung messen und man weiss so immer, ob die Stromversorgung gut oder mangelhaft ist, z.B. ob durch zu wenig Einspeisungen ein Spannungsabfall vorhanden ist. Aber auch eine zu hohe Spannung kann entlarvt werden! Ca. 14-16V Spannung ist für H0-Decoder optimal, für N und Z sollte der Wert einiges tiefer sein.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Messwagen für die Spur TT, der dann auch für meine Spur H0m verwendet werden könnte.

Hier noch die Anzeige der PIKO-App (aktuelle Version 1.5.0 und Firmware Version 1.3.0) auf meinen Nokia 8 Smartphones mit Android 8.1.0 (Stand 10.07.2018). Wichtiger Vorteil der Nokia Smartphones ist , dass sie monatlich mit den aktuellsten Sicherheitsupdates aktualisiert werden!.

Ansicht Messwerte:

Ansicht „Einstellungen“

Die Messwagen App-Version 1.5.0 und die Messwagen Firmwareversion 1.3.0 laufen nun sehr stabil, und so macht der Messwagen noch mehr Freude.

Nun noch die Ansicht der Windows-Software „Analyst“ von Piko. Auch da werden die Messungen angezeigt, allerdings muss man den Analyst käuflich erwerben (Lizenz).

16.11.2017 Erstellungsdatum
10.07.2018 Ergänzungen im Text (neue Bilder der App-Oberfläche 1.5.0