– Bremsrampen („Verwende Positionen“) ab Version 3

Ab der Version 3 gibt es neu sogenannte „Bremsrampen“ (Verwende Positionen).

Die neue Art, Züge in Bahnhöfen usw. vorbildgerecht anhalten zu lassen, bewährt sich auf meiner Anlage seit Anfang Jahr 2014 so gut, dass ich zwischenzeitlich alle Blöcke auf „Bremsrampen“ (Positionen“) umgestellt habe. Im H0m Hauptbahnhof nutze ich auch erstmals die Möglichkeit des bahnsteigmittigen Haltens, da bei H0m auch jurze Züge im Einsatz sind. Das mittige Halten funktioniert perfekt. Bedingung ist natürlich, dass die Loks gut eingemessen sind, die Zuglängen stimmen und alle Gleislängen richtig eingetragen sind usw.

Unter einer „Bremsrampe“ versteht man das langsame Abbremsen eines Zuges innerhalb eines Blockes ab x cm vom Blockbeginn (Eingangsmelder) bis er x cm vom Blockbeginn anhalten soll. Der Bremsvorgang wird so kontinuierlich auf die Länge der eingetragenen Bremsstrecke verteilt. Der Stoppmelder (meist mit Verschiebung) dient in diesem Fall als Nothalt, falls ein schlecht eingemessener Zug zu weit fahren sollte. Ein Notstopp verhindert einen allfälligen Crash. Somit sind auch für das Fahren mit Bremsrampen 3 Melder pro Block (Kurz-Lang-Kurz) dringend zu empfehlen, denn nur reale Stopp-Melder brauchen keine Fahrwegberechnung, die mehr oder weniger Fehlerhaft sein kann, für den wichtigen Notstopp. Darum sehen alle meine Blöcke bei Weichen, aber auch gegen weitere Blöcke (keine Weiche) so aus:

Anschluss Weiche und Gleise an Melder 04-01-2014 10-02-04 2

Rot sind die kurzen Stopp- oder Einfahrtmelder gezeichnet (in H0 z.B. 2 RocoLinegleise mit zusammen ca. 42cm Länge).

Wichtig, wenn man Bremsrampen nutzen will, sind sauber eingemessene Lokomotiven und vernünftige Grundeinstellungen bei den Geschwindigkeiten. Diese Grundeinstellungen kann man jederzeit in jedem Block für den betreffenden Block verändern. Bei mir sehen diese Grundeinstellungen so aus:

Grundeinstellungen Geschwindigkeiten 04-01-2014 14-21-37

Die Funktion „Bremsrampe“ aktiviert man, indem man „Verwende Positionen“ im Blockeditor unter „Richtung Vorherige/Nächste“ markiert.

Die beiden unterschiedlichen Fenster (mit und ohne Markierung bei „Verwende Positionen“).

Ohne verwende Positionen 04-01-2014 14-13-19

Mit verwende Positionen 04-01-2014 14-13-19

Eine „Bremsrampe“ wird in einem kompletten Block, bestehend aus Meldern, Richtungspfeil und Blocksymbol eingerichtet. Die Blocklänge entspricht dabei genau der Summe aller Besetztmelder im Block. Das bedingt natürlich auch, dass alle Melderlängen auf cm genau in den Meldereditoren eingetragen wird.

Beispiel:

Länge Melder 04-01-2014 14-31-16

Sind alle Melder in cm eingetragen, öffnet man den Blockeditor mit dem gewünschten Block, wo eine Bremsrampe eingetragen werden soll. Im Blockeditor geht man zuerst zu „Rückmeldungen“, wo man die Eintragungen kontrolliert allenfalls ergänzt.

Blocklängen

Um die Gesamtlänge des Blockes zu berrechnen verwendet man den Kopf, einen Taschenrechner oder der geniale „CalcTape“ Rechner auf dem PC und zählt die Längen der Melder zusammen. Es bringt nichts, wenn man alle Melder und die Gesamtlänge separat auf der Anlage misst, weil es meistens in der Summe dann nicht stimmt. Besser ist es, die Summe der einzelnen Melderlängen mit Handeintrag unter „Länge“ einzutragen.

Melder zusammenzählen 04-01-2014 14-46-06

Anschliessend drückt man auf „Ausfüllen“ und die Fragezeichen usw. werden durch die richtigen Zahlen ersetzt.

Achtung: Wenn man den Richtungszeiger im Gleisbild z.B. um 180° dreht, wird das hier leider (noch) nicht verändert und automatisch angepasst. In solchen Fällen sind die Zeilen mit den Melderlängen zu löschen (Buttons am rechten Rand) und mit einem Klick auf „Automatisches Ausfüllen“ wieder neu schreiben zu lassen. Allenfalls nochmals auf „Ausfüllen“ klicken, wenn die Zahlen unter Anfang/Ende nicht richtig eingetragen worden sind.

Automatisches Ausfüllen

In dieser Tabelle muss auf der obersten und untersten Zeile immer eine Null stehen bei den beiden „Anfang -> bzw. <-“ werten  und keine Zahlenwerte mit – oder + Abweichung von 0 cm.

Wichtig: iTrain berechnet sehr genau und verzeiht keine Fehler!
Ich habe einen Zug von 217 cm Länge, der in einem Bahnhofs-Block (mit „verwende Positionen“) von 243 cm Länge gerade noch hinein passt. Rand habe ich angehakt und auf 0 cm eingestellt. Mit Bremsen soll der Zug 150 cm nach dem Blockanfang beginnen und 220 cm nach Blockanfang anhalten, ohne den Notstopp auszulösen. Warum auch immer habe ich jedoch anfänglich den Haltepunkt bei 215 cm eingetragen, also würde der Zug mit 217 cm Länge um 2 cm nicht in den Block passen. Der letzte Wagen stand etwa 5 cm von der zurückliegenden Weiche entfernt, die Weiche wäre also eigentlich frei gewesen. Durch die eingestellte Melder-Verzögerung von 1000ms verzögert sich jedoch der Halt real um etwa die genannten 5 cm, rchnerisch steht aber das letzte Drehgestell für iTrain immer noch auf der Weiche. Es ist also kein Fehler von iTrain sondern er wurde durch mein falsch eingetragenes Mass verursacht. Aufgefallen ist mir dieser Fehler erst, als ich dieses Gleis auch für diesen Zug in der Route freigegeben habe und nur dieser Zug dann die Weichen und den zurückliegenden Block nicht freigegeben hat. Da es vorne Richtung signal noch etwas Platz hat, habe ich anstatt 215 nun 220 cm als Haltepunkt angegeben – und siehe da, der Block zurück mit den Weichen wird freigegeben. iTrain verzeiht eine Fehleingabe von 2 cm zurecht nicht!

Ich schreibe das, damit man, bevor man im Forum reklamiert dass iTrain nicht richtig funktioniert, ohne zuvor die Eintragungen von Massen nochmals genau überprüft zu haben. Ist alles richtig eingetragen, dann funktioniert iTrain auch tadellos!

 

Letzte Änderung: 25.04.2015