Selectrix SX1 und Sound

Auch SX1 Fahrer müssen nicht auf Sound verzichten. Entweder verwendet man einen der neuen Sounddecoder von D&H oder man verwendet z.B. einen DH16A-Decoder, der eine SUSI-Schnittstelle hat und schliesst an diese Schnittstelle mit 4 Litzen ein Dietz micro-X3 Sound-Modul an. Ich finde die Lösung mit dem Dietz-Soundmodul die klanglich und technisch bessere Lösung, auch wenn (mich) Sound grundsätzlich nervt, weil es doch mehr Lärm wie Sound ist. Die neuen Sounddecoder von D&H überzeugen mich leider (noch) nicht.

Sowohl der DH16A Decoder wie auch das Dietz-Modul können jederzeit auf dem Programmiergleis im SX2-Modus programmiert werden. Dazu ist ein Öffnen der Lok nicht notwendig. Wenn man mit SX1 den Lokdecoder programmieren will, muss jedoch das Soundmodul abgehängt werden!

Um die Funktionstasten F1-F8 zu nutzen, muss man unter SX2 eine weitere Adresse aktivieren (für F9-F16 eine weitere Adresse). Normalerweise reichen F1-F8 vollkommen aus. Wenn ein wichtiger Sound auf F9-16 liegt, kann man diesen auf F1-F8 ummappen. iTrain 3.x.x unterstützt aktuell eine Zusatzadresse, also F1-F8.

Die erste Zusatzadresse ist immer die Lokadresse + 1, die zweite Zusatzadresse = Lokadresse +2, also in meinem Fall 37 und 38. Adresse 37 ist die Lokadresse zum Fahren, Adresse 38 für die Sounds auf dem Dietz-SUSI-Soundmodul.

Mit einer Zusatzadresse kann ich bei dieser Lok somit alle Sounds direkt von der Zentrale, vom Handregler aber natürlich auch aus iTrain heraus steuern – so wie man es auch von DCC gewohnt ist.

Die Märchen-Geschichte, die DCC-Fahrer wider besseres Wissen gerne von sich geben, dass man unter SX1 keinen Sound (und Zusatzfunktionen) haben kann, ist damit eindeutig widerlegt. Im Gegenteil, der Sound der Dietz-Module ist hochwertiger als der Sound der ESUs und so kann ich wenigstens dieses Modell gelegentlich geniessen. Grundsätzlich können ich und mein Geldbeutel auf den Sound in Loks gut verzichten, weil bis Spur 0 nicht die Musik spielt sondern nur klirrender Lärm ohne Fundament (Physikalisch bedingt, weil zu kleine Lautsprechergrösse und Gehäuse-Volumen). Ab Spur 0 hat man das benötigte Volumen und die für minimalen Bass nötige Lautsprechergrösse.

Zum Schluss noch die SUSI-Schnittstelle auf dem DH16A Decoder:

GND   = Ground = schwarze Litze vom Soundmodul
ZDAT = Daten = graue Litze
ZCLK = Takt = blaue Litze
ZVS    = Versorgungspannung = rote Litze

In iTrain steuert man die Zusatzkanäle ganz normal mit den F1-8 Buttons, indem man im Lokeditor die 2. Adresse eingibt:

14-01-2014 16-29-14

Auch ESUs Loksound V4 Multiprotokoll-Decoder lassen sich unter reinem SX1 ansteuern. Ich habe einen Loksound 4 M4 mit Plux22-Schnittstelle ausgiebig gestestet, wurde aber arg enttäuscht. Entweder stellt man die Anfahr- und Bremsverzögerung auf den Wert 40 ein (Vorgabe), dann ist das Timing des Sounds gut, aber für eine PC gesteuerte Anlage nicht zu gebrauchen oder man stellt die Verzögerungen auf ein Minimum wie von den Softwareherstellern empfohlen, dann stimmt das Timing nicht mehr. Lanhge Programmierversuche habe ich heute (15.01.2016) abgebrochen und den Sopunddecoder wieder gegen einen einen D&H DH22A (DH21A mit Plux22 Schnittstelle und AUX 1-4) augetauscht.

Heute Fahre ich mit reinem DCC auf der Anlage – mit der Stärz Zentrale ZS2+ unter iTrain 5.0.x. Auch verwende ich heute hauptsächlich Lokdecoder von ESU wegen der vereinfachten Programmierung mit dem ESU-Programmer. Ich mag die „Einfachheit“ einfach sehr. DCC ganz einfach darum, weil ich mit DCC:

  • bis 9999 Adressen zur Verfügung habe
  • ESU Decoder bis zu 7 AUX-Ausgänge haben (für Lichteinstellungen)
  • DCC zusammen mit iTrain „Fahren mit Positionen“ genau gleich genau fährt wie mit SX1

15.01.2016 Div. Änderungen
27.11.2019 Div. Anpassungen