Anschluss Zentralen ZS1/ZS2 und ZS2+ an USB-Schnittstelle

Die Zentralen ZS1, ZS2 und ZS2+ und viele andere Zentralen haben eine serielle Schnittstelle, die meisten PCs haben heute jedoch keine seriellen Schnittstellen mehr und für Windows 8 fehlen meist die passenden Treiber. Die Zentrale MTTM FCC und die meisten anderen USB-Zentralen haben, um Lizenzkosten zu sparen, einen USB-Anschluss mit integrierten FTDI USB-Seriell Adapter, ist also kein „echter“ USB-Anschluss. Es ist also weiterhin eine serielle Schnittstelle, nur wurde diese auf die Platine verlegt und via USB-Seriell-Konverter auf der Platine mit dem USB Anschluss verbunden. Das vereinfacht vielleicht etwas den Anschluss, ist aber vor allem eine Vortäuschung eines „modernen“ Anschlusses. Ein echter serieller Anschluss, wie es die ZS1, ZS2, ZS2+, MüT, ESU-Programmer usw. haben, ist immer noch der professionelle Anschluss, der sich bei Geometern, Ladenkassen und in der Industrie bewährt. Alternativ und genau so gut ist der LAN-Netzanschluss, wie es ihn z.B. bei der ECOS gibt. USB-Anschlüsse sind in den günstigen PCs und Laptops verbaut, weil es ein günstiger und einfacher Anschluss ist, der jedoch wegen der weiten Verbreitung auch gefährlich ist (Einfallstor für Viren und PC-Übernahmen).

Zentralen mit seriellen Schnittstellen kann man mittels eines USB-Seriell-Adapters an eine USB2 oder USB3 Schnittstelle anschliessen, wenn am günstigen Hobby-PC eine serielle Schnittstelle nicht nach aussen geführt ist. Auf den meisten Motherboards existiert diese Schnittstelle nach wie vor. Teurere Profi-PCs und Laptops haben auch heute noch serielle Schnittstellen, die nach aussen geführt sind.

Wie bei den USB-Seriellkonvertern gibt es leider auch bei den seriellen Schnittstellen in den PCs Chips, die sich nicht für die MOBA-Steuerung eignen. Das ist der Grund, dass ich nicht die auf dem Motherboard in meinem PC vorhandene Schnittstelle nutze, sondern mit einem geeigneten USB-Seriell-Konverter mit FTDI-Chip meine 3 Zentralen an den PC angeschlossen habe.

Leider gibt es verschiedene Ausführungen von solchen Adaptern, bewährt haben sich Adapter mit einem FTDI-Chip, z.B. das USB-Seriell Konverterkabel von ESU und dem für das verwendete Betriebssystem passenden Treiber von FTDIChip.com. Die aktuell erhältlichen Treiber sind dort in der Tabelle aufgeführt. Mit Windows 10 wird der richtige Treiber automatisch installiert!


Abgebildet ein Treiber aus dem Jahr 2012

So muss es in „Eigenschaften von USB Serial Port (COMx)“ aussehen, wenn der Treiber installiert ist (Bild Stand 2017, Windows 10 Pro 64Bit).

Nachfolgend das Bild möglicher Einstellungen in iTrain nach der FTDI-Treiberinstallation, oben im VCP-Modus, unten im D2XX-Direct-Modus. Ich bevorzuge den D2XX-Modus, der von iTrain unterstützt wird, weil er eindeutig und zuverlässig ist und keinen COMx-Ärger bereitet. Leider beherrscht das nur iTrain.

Die Baudrate habe ich auf 57600 Baud eingestellt. Nur wenn es bei dieser Baudrate zu Störungen kommen sollte, muss man eine niedrigere Baudrate einstellen, bevor man etwas bei den Belegtmeldern, Zentrale usw. an den Einstellungen ändert!

Mein bevorzugter Modus (D), weil die Bezeichnung FTFU9YLL genau einem Konverter zugeordnet ist und damit der Konverter direkt angesprochen wird. Auch gibt es so keine Probleme mehr mit geänderten COMx Zahlen, wenn ein anderer USB-Anschluss am PC gewählt wird.

Sehr wichtig!
Wenn die Treiberinstallation und die Konfiguration von iTrain und der Zentrale erfolgt sind, muss man sowohl die Zentrale wie auch den PC neu starten, auch wenn dazu von Windows keine Aufforderung kommt! Dasselbe ist auch zu empfehlen, wenn man irgendwelche Änderungen an den Schnittstellenparametern vorgenommen hat. Nur so ist ein einwandfreies Funktionieren gewährleistet!

Mit dem Original Digitus-Adapter, dem ESU-Konverterkabel und dem aktuellsten Treiber funktioniert meine Anlage so gut wie mit einer seriellen Schnittstellenkarte. Allerdings muss festgestellt werden, dass diese Verbindungsart z.B. nach Konfigurationsänderungen usw. nur wieder sauber funktioniert, wenn sowohl die Zentrale wie auch der PC komplett neu gestartet wird, d.h. der PC muss ganz vom Strom getrennt werden, da PCs im Standby und eingestecktem Netzkabel die USB-Schnittstelle immer mit Strom versorgen können, d.h. auch der Adapter bekommt noch Spannung und wird erst nach Stromunterbrechung neu gestartet.

Meiner Meinung nach dürfen neue Zentralen, die jetzt entwickelt werden, nur noch mit Ethernet-Anschluss auf den Markt kommen. Seriell ist langsam veraltet, USB2 und USB3 sind Auslaufmodelle und der neue Thunderboldanschluss eine noch kaum verbreitete Zwischenlösung auf die nur Apple halbherzig setzt.  Der Ethernet-Anschluss (LAN) verbindet jede Zentrale optimal mit dem PC und dem Internet, wo dann je nach Konfiguration die neuesten Updates heruntergeladen und installiert werden können. Ich schätze das bereits an meinem Bluray-DVD-Player, Swisscom-TV-Boxen, SONOS-Musikgeräten, usw., aber auch an anderen ans Ethernet angeschlossenen Geräten aus dem Unterhaltungselektronik- und PC Bereich (NAS-Server, Drucker usw.).

Seit dem Erscheinen von Windows 10 sind solche Heim-LAN-Netze sehr einfach einzurichten und absolut funktionstüchtig.  XP ist 2014 definitiv gestorben und darf aus Sicherheitsgründen wirklich nicht mehr verwendet werden. Über LAN vernetzte Zentralen können auch relativ einfach über WLAN (Accesspoints und WLAN-Router) von Smartphones aus bedient werden. Dazu braucht es nur noch die passende App für das iPhone, iPad oder Androidgeräte, damit diese als Funkhandregler eingesetzt werden können.

06.07.2015 Diverse Änderungen
02.08.2017 Diverse Anpassungen