BUS-Interface (für DCC-, MM- und SX-Fahrer)

Das Stärz Businterface ist ein Modul zur Erzeugung des Selectrix-Busses mit integriertem Interface und somit die notwendige Komponente zur Realisierung des Schaltens und Meldens einer Modellbahnanlage über den SX-Bus in Verbindung mit einem Computer.

Es ist speziell auch für Modelleisenbahner geeignet, die von den Vorteilen von Selectrix zum Schalten und Melden profitieren wollen, jedoch weiterhin mit einem anderen Protokoll wie DCC, MM fahren wollen.

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Da ich iTrain-Betatester bin, nutzte ich während einiger Zeit zusätzlich zu meinen 3 ZS2 Zentralen (H0 und H0m SX1, H0 Schneeschleuder DCC) auch das Stärz Businterface. Normalerweise sind alle Melder, Weichendecoder usw. für H0 und H0m an den Bussen der Zentralen ZS2 angeschlossen, jedoch hatte ich nebst einem Servodecoder, einem Besetztmelder auch einen Stärz-Funktionsdecoder an das BUS-Interface angeschlossen, der eine Viessmann Bahnschranke ansteuerte. Inzwischen habe ich diese 3 Module jedoch wieder an den SX2-BUS der 3. ZS2 Zentrale (die am SX1-BUS nur DCC für die Schneeschleuder liefert) angeschlossen.

Das BUS-Interface war über ein USB-Seriell-Konverterkabel von ESU (wie es zum Lokprogrammer mitgeliefert wird) an den PC angeschlossen. Dieses Kabel ist sehr gut geeignet, da der Konverter mit dem bewährten FTDI-Chip ausgerüstet ist, der problemlos mit iTrain und anderen Steuerprogrammen harmoniert.

Mit Spannung versorgt wird das Interface durch ein 90W Laptop-Netzteil, eingestellt auf 18V DC (ein Netzteil ab 40W würde genügen).

Die Baudrate habe ich wie bei den Zentralen ebenfalls auf 57600 Baud eingestellt (empfohlen werden in der Bedienungsanleitung jedoch 19200 Baud).

In iTrain habe ich das BUS-Interface als 4. Zentrale eingebunden, Schnittstelle „Selectrix“  und kein Haken bei „Fahrzeuge“. Auch das BUS-Interface wird „iTrain-FTDI“-spezifisch nicht mit COMx sondern mit der eindeutigen Adapterbezeichnung (mit rotem D davor) aus der Portliste ausgewählt.

Mit der Einstellung „Selectrix“ in iTrain funktioniert das BUS-Interface einwandfrei.

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Der Bahnübergang wird nun in iTrain unter der Schnittstelle des BUS-Interfaces eingetragen (hier Adresse 80.4)

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Im Blockeditor wird die Bahnschranke ebenfalls eingetragen und nun schliesst die Bahnschranke jedesmal, wenn ein Zug den Block reserviert, durchfährt und öffnet wieder, sobald der Block freigegeben wird.

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Sinngemäss funktioniert das ganze auch mit Belegtmeldern usw., also mit allen Modulen die am BUS-Interface angeschlossen sind.

Für SX-Fahrer wie mich bringt ein BUS-Interface keine weiteren Vorteile gegenüber dem BUS der Zentrale, ausser dass damit anstatt „nur“ 824 Belegtmelder, Weichen usw. nun die doppelte Anzahl angeschlossen werden könnte (1648), immer bei Verwendung der Adressen 1 bis 103. Wählt man noch die Adressen 104-112 dazu, sind es 896 bzw. 1792 Artikel und wenn das nicht reichen sollte, fügt man noch weitere BUS-Interfaces dazu, jedes mit max. 896 weiteren Artikeln.

Am BUS-Interface kann man einstellen, ob die Adressen 104-112 genutzt werden sollen. Besser ist es, diese nicht zu nutzen, denn dann finden unter Adresse 111 Interface-Interne Überprüfungen statt, was die Sicherheit erhöht.

Für DCC und MM Fahrer bringt ein Stärz-SX-Businterface nur Vorteile. Einerseits wird die Zentrale stark entlastet, andererseits profitiert man vom äusserst zuverlässigen und schnellen SX-BUS zum Melden und Schalten. Für DCC Fahrer gibt es den Besetztmelder BMDCC 3, für MM Fahrer den BMMot (Motorola). Beide haben eine galvanische Trennung durch Optokoppler.

Wenn man mit Selectrix fährt (z.B. Stärz ZS2 Zentrale) benötigt man zum Melden ebenfalls den BMDCC3, der galvanisch getrennt ist. Der Besetztmelder ohne galvanische Trennung meldet nur am BUS der entsprechenden Digitalzentrale! Für Weichen, Lichtsignale können alle Decoder uneingeschränkt genutzt werden.

Da Selectrix ein „serielles“ und kein „paralleles“ Format ist, ist es immer gleich schnell, da alle Befehle usw. 13x in der Sekunde gleichzeitig übertragen werden – nicht wie bei anderen Formaten (z.B.DCC) nacheinander. Darum ist Selectrix auch speziell geeignet für kleinste Anlagen, aber auch riesige Anlagen wie die Schulungsanlagen der TU Dresden, ETH Zürich, aber auch der Elbtalanlage in Königstein (Sachsen), wo richtiger Zugverkehr herrscht wie beim Vorbild und nicht nur als geschickt getarnter, einfacher Kreisverkehr wie im MIWULA Hamburg usw.. Wenn es präzis sein muss, taugt bis heute nur Selectrix zum Fahren, Melden und Schalten.

Wichtig: Das BUS-Interface ist wie die MTTM-FCC Zentrale kein „intelligentes“ Gerät, und entspricht der ersten Selectrix-Norm, d.h. die Steuersoftware muss alle Infos selber abholen (Polling), was zusätzliche Rechenleistung und Datenverkehr auf der PC-Zentralenverbindung erfordert. Besser sind Zentralen wie die ZS1/ZS2 von Stärz, die MüT MC2004 usw. Diese Geräte melden alle Veränderungen auch immer an den PC/Steuersoftware.

Letzte Änderung: 05.11.2014