Stärz Gleisbesetztmelder BMMiba und BMDCC

BMMiBa (nur für Selectrixsysteme)
Die Stärz Besetztmelder BMMiBa sind speziell auf die Stärz ZS1, ZS2 und andere 100% SX-kompatible Zentralen abgestimmt. Mit der Zentrale ZS2 gibt es auch mit DCC und SX2-Loks keine Probleme. Für Märklin- bzw. DCC-Fahrer gibt es von Stärz speziell an diese Systeme angepasste Besetztmelder mit Optokoppler. Das Modul für DCC eignet sich jedoch auch bestens für reine SX-Systeme.

Auf diesem Bild sieht man 3 Stärz Besetztmelder, links die beiden neuen Module Version 3.x, rechts ein Modul der Version 2.x.

Eine grössere Ansicht des neuen Moduls. Oberhalb der Klemmen sieht man die Drahtbrücken, die anstelle von PTCs eingelötet sind. PTCs müssen für Zentralen eingelötet werden, die eine ungenügende Kurzschlusssicherung haben (wie z.B. die Rautenhaus SLX850). Die Stärz Zentralen benötigen keine PTCs!

Die Klemmleiste hat Anschlüsse für „Ground“ (GND), die Zuleitung vom Booster (blaues Kabel) oder vorhergehenden Besetztmeldern und Weiterführung zu weiteren Meldern (B) sowie die Gleisanschlüsse (1-8) für den Anschluss der Besetztmeldeabschnitte. Bei grösseren Anlagen empfiehlt es sich, die „Ground“-Anschlüsse mit einem >=1.0 mm2 Litzenkabel miteinander zu verbinden. Die „Ground“-Verbindungen erhöhen den Leiter-Querschnitt der Stift 2 Verbindungen des SX-BUS, was den SX-BUS noch sicherer macht als er schon ist.

Der Taster dient zusammen mit der roten LED-Anzeige für die Einstellungen des Besetztmelders.

Es sind dies:

  • Adresse
  • Ansprechverzögerung
  • Abfallverzögerung
  • Belegtmeldung bei ZE Stopp
  • Belegtmeldung bei Fahrstrom fehlt oder Kurzschluss
  • Wahl zwischen Belegtmeldung oder Freimeldung für flexiblere Gestaltung der Verknüpfung mit anderen Modulen der Modellbahnanlage (z.B. Funktionsdecoder)
  • Zeittakt für Ansprech- und Abfallverzögerung wählbar: 10ms-, 20ms-, 40ms- und 80ms-Schritte, damit bis zu 20 Sekunden Verzögerung möglich
  • Belegtmeldespeicherung

Besonders wichtig sind die Einstellungen der Ansprech- und der Abfallverzögerung. Damit lassen sich Störungen durch Schmutz usw. wirksam verhindern, d.h. es gibt kein Flackern, wie man es z.B. vom S88 Rückmeldesystem kennt. 1 Sekunde Abfallverzögerung reicht für ein flackerfreies Fahren völlig aus. Die restlichen Einstellungen bleiben auf den Vorgabewerten.

BMDCC (für DCC und SX1/SX2 Systeme)

l_BMDCC_3_Z_v3a-2010
Dieser Besetztmelder eignet sich bestens für SX1, SX2 und DCC Fahrer. Jeder Gleisabschnitt-Anschluss ist mit 3A belastbar (8A maximale Gesamtbelastung) und galvanisch getrennt.

Der Besetztmelder BMDCC hat zusätzlich zum GND und den beiden B-Anschlüssen (Fahrspannung „blau“) noch einen Anschluss R (Fahrspannung „rot“). Durch die galvanische Trennung mittels Optocoppler benötigt dieser Meldung auch den „roten“ Anschluss.

Ich verwende zusätzlich zu den BMMiba auch diesen Besetztmelder an meiner Anlage.

Ground (GND)
Der Anschluss „Ground“ fehlt bei den Besetztmeldern der Version 2. Da dieser Anschluss jedoch nur bei grösseren Anlagen mit langen SX BUS-Leitungen notwendig sein kann (>50 m‘), ist das kein Problem. Man kann bei diesen Bausteinen einfach eine Litze anlöten. Der „Ground“ ist bei allen SX-BUS Buchsen aller Module und Zentralen auf Stift 2 und der Abschirmung vorhanden. Man sollte es aber mit den zusätzlichen „GND“-Verbindungen nicht übertreiben. Sie sind wirklich nur bei grösseren Anlagen sinnvoll.

Meldung von Loks und Wagen
Damit die Besetztmelder zuverlässig melden, brauchen sie einen Verbraucher. Das kann eine Lok sein, ein Wagen mit Innenbeleuchtung, Drehgestelle mit Widerstandachsen (z.B. bei H0 von Roco mit 18kOhm), SMD-Widerstände, die die Isolation an der Achse überbrücken und mit Silberlack an Rad und Achse „angeschlossen“ werden oder Widerstandslack aus dem Modellbahnhandel, der die Isolierung überbrückt und einen Widerstand bildet.

Hier 2 Bilder von einer Achse meines HAG-Dostosteuerwagens in H0. Der Steuerwagen hat zwar einen Stromverbraucher (Beleuchtung), da aber die beiden Drehgestelle nur je einen Pol liefern, wird der Wagen nur gemeldet, wenn sich beide Drehgestelle im Meldeabschnitt befinden. Widerstandslack an der vordersten Achse mit einem Wert von ca. 13 kOhm meldet recht zuverlässig. Man muss den Widerstandslack in mehreren, nicht zu dicken Schichten auftragen und nach dem Trocknungsprozess (dauert einige Zeit!) messen. Ist der Wert unter 9 kOhm, ist etwas Lack wegzukratzen, ist er höher als 20 kOhm, braucht es eine weitere dünne Schicht. Eine etwas mühsame Arbeit, aber wenn es keine andere Lösung gibt, die einzige Möglichkeit.

IMG_0980

Widerstandsachse HAG Steuerwagen 21-07-_2014_21-44-50


Etwas Nostalgie 😉

Hier noch 2 Bilder von Original-Trix Besetztmeldern (Modell 66820 mit Drahtbrücken oben rechts für die Adresseinstellung und Modell 66844).

2013-07-24 14.06.28

2013-07-24 14.06.40

Das ältere Modell ist etwa 20 Jahre, das Neuere etwa 15 Jahre alt. Nur bei 100% Selectrix harmonieren alle Module miteinander dank der Selectrix-Norm. Bei beiden Modulen habe ich ca. im Jahr 1998 PTC-Elemente eingelötet (gelbe Dinger nähe Schraubklemmen), da die Trix-Zentralen (aber auch die Rautenhaus Zentrale) noch nicht genügend kurzschlussfest waren. Bei den modernen Stärzzentralen (und MüT-Zentrale) kann man darauf verzichten, da diese exzellente Kurzschlusssicherungen haben. An der Anlage setze ich diese beiden Besetztmelder jedoch nicht mehr ein da sie einfach ihr Lebensalter erreicht haben und ich nur noch Module eines Herstellers verwende (Stärz). Auch sind diese alten Melder nicht so zuverlässig wie die Stärz-Melder.

Letzte Änderung: 12.08..2014