Importe aus Deutschland in die Schweiz *

Bestellte Artikel von Stärz, aber auch von D&H,  usw. werden problemlos in die Schweiz versandt. Der Versand in die Schweiz erfolgt sehr schnell und zuverlässig mit der normalen Paket-Post, nachdem der Rechnungsbetrag bei Peter Stärz eingetroffen ist.

Beim Export in die Schweiz wird die deutsche Mehrwertssteuer in der Rechnung bereits abgezogen (19%) und der Empfänger bezahlt dem Postboten in der Schweiz die Schweizer Mehrwertsteuer (8%) und eine Bearbeitungsgebühr (ca. 20 CHF). Das gilt jedoch nur für Exportsendungen direkt in die Schweiz an die Adresse des Bestellers. Leider sind die Portokosten aus Deutschland in die Schweiz (und umgekehrt) sehr hoch und zusammen mit der Bearbeitungsgebühr und der CH MWSt werden die 19% D-Mehrwertsteuer bei Bestellwerten unter CHF 300.00 „aufgefressen“, d.h., es kommt bei kleineren Bestellungen sehr teuer zu stehen.

Wenn der Warenwert inkl. D-MWSt umgerechnet bis max. CHF 300.00 liegt, lohnt sich eine Paketadresse in einem grenznahen Ort in Deutschland. z.B. für mich in Jestetten, immer. Sehr empfehlenswert und zuverlässig ist da ATP Jestetten (näheres auf der ATP-WebSite). Seit einiger Zeit macht die CH-Post für den CH-Zoll die Zollkontrolle. Ist in einem Paket z.B. ein Artikel für € 2.00 (z.B. kleines Ersatzteil) und man hat das Pech, dass dieses kleine Päcklein in die Stichprobenkontrolle kommt, dann wird das kleine Paket per Nachnahme zugestellt. Der Nachnahmebetrag entsteht, weil die Post sich die Kontrolle bezahlen lässt vom Empfänger, unabhängig ob etwas gefunden wurde, was dann mindestens CHF 20.00 Nachnahmegebühr kostet. Ab ca. CHF 50 Warenwert bezahlt man bei Postlieferungen die CH-MWSt von 8% auf den Warenwert. Holt man das Paket in D ab, bezahlt man die CH-MWSt erst ab einem Warenwert von 300 CHF! So kostet dann das 2€ Ersatzteil an die Haustüre geliefert CHF ca. 22 CHF. Diese Stichprobenkontrollen müssten bei Zoll- und MWSt freien Inhalten vom Staat bezahlt werden und nicht vom Besteller.

Für Modellbahnbestellungen aus der Schweiz lohnt es sich z.B. Online bei Reimann in Hilzingen (D,BW) bei Thayngen (CH,SH)  zu bestellen. Reimann liefert in die Schweiz zu sehr günstigen Konditionen und Preisen (ab 50€ Warenwert portofrei). So erfolgt der Versand ab der CH-Post bereits inkl. CH-MWSt, exkl. D-MWSt, da Reimann dieses Prozedere direkt mit dem CH- und D-Zoll erledigt. Auch bei Klingenberger in Konstanz soll das so funktionieren. Somit hat man keinen Nachnahmeärger mit der CH-Post für die Zollkontrolle.

Es lohnt sich, weil:

  • die Freigrenze (aktuell CHF 300 pro Person, Artikelwerte nicht aufteilbar!) höher ist als bei Direktlieferung (ca. CHF 50)
  • die bestellten Artikel schon etwa 1-2 Tage nach Aufgabe des Pakets durch den Versender von ATP per Mail zur Abholung gemeldet werden. Bei Direktversand an die CHF-Adresse dauert es mindestens 1 Woche, bis die Sendung Zoll-/MWSt-mässig durch die CH-Post bearbeitet ist.
  • bei Direktlieferung in die Schweiz die Bearbeitungsgebühr (ca. 20 CHF) nur entfällt, wenn die CH-MWSt <= 5 CHF beträgt, d.h. der Warenwert inkl. Versandkosten umgerechnet höchstens ca. 50 CHF entspricht und auch richtig deklariert ist (Rechnung aussen am Paket). Muss der Zoll das Paket öffnen, fallen die Bearbeitungskosten auch bei kleineren Werten an (siehe oben). Es kann aber auch passieren, dass höhere Werte durch die Kontrolle schlüpfen, was aber immer seltener der Fall ist, vor allem wenn der Absender eine Firma ist.
  • bei Eigenimporten (persönlich über die Grenze gebracht) MWSt erst ab einem Warenwert von CHF 300 pro Person zu entrichten ist (exkl. deutsche Mehrwertsteuer). Ein Artikel, der über CHF 300 kostet, kann jedoch nicht auf 2 Personen aufgeteilt werden!
  • weil die Paketadresse auch für Pakete von Amazon und andere Versender aus dem EU-Raum genutzt werden kann und so Artikel bestellt werden können, die nicht in die Schweiz geliefert werden, z.B. ein speziell guter Teekanne-Tee, den es nur in Oesterreich (bei dm) und der Slowakei gibt oder ein Original Bosch-Akku für meinen Rasenmäher, der in der Schweiz nur sehr umständlich und sehr teuer im Fachhandel bestellt werden kann, da meistens nicht am Lager.
  • weil die deutsche MWSt. zurückverlangt werden kann.
  • Weil der dm und der Aldi-Süd direkt beim Bahnhof Jestetten sind und so die Dusch-, Wasch- und andere Mittel ohne CH-Zuschlag (meist über 50%) gekauft werden können.

Bei einem Warenwert über 250 CHF lohnt sich die Paketadresse kaum, da sich der Betrag aus Artikel – 19% MWSt (D) + 8% MWSt (CH) + Bearbeitungsgebühr (ca. CHF 20) in etwa aufhebt und somit die direkte Hauslieferung nicht teurer kommt (es dauert nur wesentlich länger). Auch muss man für Privatpersonen folgendes beachten:

  • Ausfuhrschein :   vor der Bestellung beim Verkäufer erfragen
  • Rechnungsanschrift :  Ihre Schweizer Adresse muss angegeben sein
  • Lieferanschrift: Ihr Name c/o Paketadresse z.B. ATP………

Ausfuhrschein des deutschen Lieferanten am deutschen Zoll abstempeln lassen, damit man die deutsche MWSt beim deutschen Lieferanten später einfordern oder gutschreiben lassen kann. Beim CH-Zoll muss man dann bei der Einreise die CH-MWSt bezahlen.
Ein Prozedere, dass sich bis CHF 300 Warenwert kaum lohnt und auch über dem CH-MWSt freien Warenwert von CHF 300 vor allem Umtriebe verursacht. Darum lasse ich mir Artikel mit einem Gesamtwarenwert von über CHF 300 mit der Post frei Haus liefern.

Leider gibt es in Jestetten für SBB-Bahnreisende wie mich keine Möglichkeit, die Ausfuhrbescheinigungen vom deutschen Zoll abstempeln zu lassen, weil es nur an der Hauptstrasse Jestetten-Schaffhausen bzw. Jestetten-Rafz-Zürich besetzte, deutsche Zollstationen gibt. Am Bahnhof Jestetten kann man aber eine Selbstdeklaration der Waren (ab 300 CHF Warenwert) in einen Briefkasten werfen und wird dann später die CHF-MWSt-Rechnung nach Hause kriegen. Damit ist man fein raus und gilt nicht als Schmuggler! Mit der Bahn spürt man nichts von der Grenze, da es sich um die Bahnlinie Zürich-Schaffhausen handelt und die Bahnhöfe Jestetten und Lottstetten SBB-Bahnhöfe sind. Es können aber natürlich Zollkontrollen stattfinden, was ich aber bis jetzt noch nie erlebt habe. In Schaffhausen habe ich jedoch schon Kontrollen bei übervollen Einkaufswagen gesehen, wobei es da meist um zuviel eingekauftes Fleisch und Alkohol geht (nur 1 kg Fleischartikel pro Person ist Zollfrei erlaubt).

Eine Paketadresse lohnt sich auch nicht, wenn man mit dem Auto oder Zug nur wegen eines Paketes extra nach Deutschland fährt, weil die km-Kosten teurer kommen als die CH-MWSt + Bearbeitungsgebühr. Wenn man das GA der SBB besitzt kostet die Fahrt nach Jestetten nicht extra und mit dem 9Uhr-Pass Stadt-Zürich Spez. (erweitert um eine Zone rundherum) kostet das Anschlussbillett (Flextax-Tageskarte mit Halbtaxabo) CHF 10.40 bis Jestetten).

13.01.2016 Änderungen
21.11.2016 Anpassungen