Anschlüsse Module (Besetztmelder, Funktionsdecoder usw.)

Da ich es mir Leid war, ständig mit Schraubklemmen, Schraubendreher und Litze an den Modulen unter der Anlage, meistens noch über Kopf, herumzufummeln, habe ich mir nun eine andere Art des Anschlusses überlegt und auch erfolgreich eingeführt.

Am Schreibtisch werden die blauen, 10cm langen, 1mm2 Litzen auf die richtige Länge geschnitten, auf einer Seite etwa 4mm abisoliert und sauber und bequem mit den Schraubklemmen verschraubt. So kann man auch sicher sein, dass kein unter der Anlage übersehenes einzelne Litzendrähtchen mit dem Nachbaranschluss Freundschaft geschlossen hat ;).

Hier zwei Bilder unterschiedlicher Besetztmeldertypen von Stärz, fertig verkabelt inkl. WAGO-Klemmen am Litzenkabelende. Normalerweise montiere ich diese erst, wenn ich den Anschluss brauche.

2015-01-06 12.16.24
Modell 2007 für SX1, SX2 und DCC-Anlagen an Stärz Zentralen (ohne galvanische Trennung)

2015-01-06 12.17.32
Modell 2010 für SX1, SX2, DCC-Anlagen an Fremdzentralen und Stärz Zentralen (mit galvanischer Trennung)

Beim Modell mit galvanischer Trennung muss nebst der blauen Litze auch die rote Litze angeschlossen werden. Bei Modellen ohne galvanische Trennung, die mit SX-Zentralen synchron funktionieren, ist kein roter Anschluss vorgesehen. Auf den Wagoklemmen kann man auch gut die Anschlussnummer usw. notieren. Bei allen neuen Modelle (mit und ohne galvanische Trennung), ist nun der „Ground“-Anschluss vorhanden.

Die gelbe Litze ist der „GROUND“. Bei grösseren Anlagen kann man diese Kabel mit den gleichen Kabeln anderer Produkte verbinden. Bei obigem älteren Modell gibt es dazu keine Klemme, das gelbe Kabel kann man aber an der passenden Stelle unter der Platine anlöten (Ground der DIN-Buchsen). Man kann sie aber, solange keine Störungen auftreten, auch weglassen. Bei grösseren Anlagen würde ich aber nicht darauf verzichten (ab ca. 20m2 Anlagengrösse oder sehr vielen Meldemodulen).

Die WAGO-Klemmen aus dem professionellen Elektro/Elektronikbereich sind nicht gerade günstig und beim normalen Elektriker günstiger zu bekommen als bei Conrad & Co.

Mit dieser Art der Verdrahtung sind Änderungen auch nachträglich ohne Werkzeug sehr einfach möglich, was bei den beengten Verhältnissen unter Anlagen ein Vorteil ist.

Von diesen Klemmen geht es dann auf dem kürzesten Weg zum zu meldenden Gleisanschluss. Dazu dient ein Litzenkabel mit 1.5mm2, das ausgezeichnet in die Klemmen passt. Da 1,5mm Litze nur schlecht an die Schienen zu löten sind, verwende ich vom Gleis bis unter die Platte ein 10cm Litzenkabel mit mind. 0.75mm2 Querschnitt. Unter der Schiene wird dann das dünnere mit dem dickeren Kabel nochmals über eine WAGO-Klemme miteinander verbunden.

Noch etwas zu den Kabellängen vom Besetzmodul bis zum Gleis. Diese Kabel sollten so kurz wie möglich sein. Deshalb sollte man die Melder möglichst dezentral in der Nähe der anzuschliessenden Melder sein. Die Module werden mit den abgeschirmten SX-0 und/oder SX-1 BUS-Kabeln miteinander verbunden, mit möglichst passender Länge.

Warum Dezentral?

Selectrix hat einen absolut einstrahlfreien SX-BUS, der gut abgeschirmt ist sofern man Qualitätskabeln verwendet. Diese Verbindungen führen kaum zu Störungen wie überlange, unabgeschirmte Anschlusskabel. Dazu nur soviel: Heute habe ich einen neuen Melder in der Nähe des anzuschliessenden Gleises montiert, weil das Gleis bisher über ein über 3m‘ langes 0,5 mm2 Litzenkabel mit einem Melder verbunden war und durch und neben vielen anderen Kabeln war. Das dünne Kabel führte dann zu kürzesten Geistermeldungen, die von Auge kaum zu erkennen waren aber von iTrain gesehen wurde und iTrain zurecht einen Notstopp einleitete, worauf der Zug stehen blieb und die Route beendet wurde. Das ist eine weitere Sicherheitsverbesserung in der aktuellen iTrain Version. Ältere Versionen beachteten solches noch nicht.

Darum gilt: SX-BUS-Kabel dürfen auch länger sein (bis ca. 100m‘ gesamthaft), die Verbindungskabel BM-Modul bis zum Gleis sollten möglichst kurz gehalten werden. Dickere Litzen dürfen auch etwas länger sein. So kann man Geistermeldungen verhindern.

 

Letzte Änderung: 06.01.2015