Bemo Steuerwagen RhB BDt 1752 Beleuchtung Innen und Front

Der Bemo Steuerwagen BDt 1752 der RhB wird mit einer Stirnbeleuchtung ausgeliefert, die für Analogbetrieb optimiert ist. Durch Umpolung wird über Dioden zwischen 3-fach Stirnbeleuchtung und Rücklicht rechts umgeschaltet.

Bemo Steuerwagen BDt 1752 beleuchtet

Im Bemo Steuerwagen ist eine Platine mit 4 LEDs eingebaut, 3 für die Stirnlampen und eine für das Rücklicht. Über Kunstoffleiter wird das Licht der LEDs zu den Scheinwerfern geleitet. Diese Kunstofflichtleiter sind mit schwarem Isolierband abgeklebt, damit das Licht nicht irgendwo im Modell durchscheint und wirkt eher etwas gebastelt.

Bild der ausgebauten Beleuchtungsplatine

Bemo Steuerwagen BDt 1752 Beleuchtungsplatine

Bild der ausgebauten Beleuchtungsplatine mit Änderungen für die digitale Beleuchtung mittels D&H Funktionsdecoder DHF 250/251 für SX1, SX2 und DCC.

Bemo Steuerwagen BDt 1752 Beleuchtungsplatine geändert für Digital

C1, C2, D5 und D6 sind zu entfernen. Anstelle der Diode D6 wird eine Drahtbrücke eingebaut. Die beiden Vorwiderstände sind richtig auf die ca. 17 V DC vom Funktionsdecoder angepasst. Die gemeinsame Versorgung (+) von dem Decoderanschluss wird an P2 angelötet. Bei einem Steuerwagen sind die beiden Fahrrichtungen zu vertauschen, d.h. die gelbe Litze wird an P4, die weisse Litze an P3 angelötet.

Das ist schon fast alles, um zusammen mit dem Funktionsdecoder DHF250/251  (Bild unten) eine fahrrichtungsabhängige Beleuchtung zu bekommen.

Bemo Steuerwagen BDt 1752 beleuchtet Funktionsdecoder DHF250

Damit das Stirnlicht nicht flackert, z.B. bei Gleisverschmutzungen, habe ich noch einen Flackerschutz eingebaut. Dieser besteht aus einem Kondensator, einem Widerstand und einer Diode.

Bemo Steuerwagen BDt 1752 Verdrahtung Beleuchtung Stützkondensator

C1 ist ein Elektrolytkondensator mit 1000µF/25V, D1 eine Diode 1N4148 und ein Widerstand ab 50 Ohm.  Der Kondensator wird über den Widerstand aufgeladen, der verhindert, dass die Digitalzentrale je nach Typ auf Kurzschluss geht, wenn viele Kondensatoren in Wagen auf der Anlage stehen. Zum schnellen Entladen dient die Diode, die ein entladen des Kondensators über den Widerstand unterbindet.

„Masse“ auf obigem Schema wird am Decoder DHF250 an den Anschluss „0 Volt“ angeschlossen, Pluspol an den Anschluss „VS“.  An diesem Anschluss steht so ca. 17 V DC für die LEDs zur Verfügung.

Der Funktionsdecoder hat problemlos auf der Rückseite der Beleuchtungsplatine Platz, der Elko im Bereich der Eingangstüren. Der Elko für die Innenbeleuchtung liegt im Wagenkorridor zum Übergang zum nächsten Wagen. Schwarz angemalt und durch 2 Preiserleins abgedeckt, sieht man ihn von aussen kaum. Der Kondensator im Eingangsbereich ist mit schwarzem Isolierband „unsichtbar“ gemacht worden. Das Fahrradabteil wäre allenfalls auch geeignet, aber wegen den grossen Fenstern würde man das sehen. Besser wäre es, hier ein paar Fahrräder zu installieren.

Zusätzlich zum Funktionsdecoder DHF250 für die Stirnbeleuchtung habe ich noch eine halbe Lichtleiste von Stärz in den Wagen eingebaut, damit die Preiserleins nicht im dunkeln sitzen müssen. Damit wird der Fahrgastbereich sehr gut ausgeleuchtet. Selbstverständlich habe ich ebenfalls einen Kondensator (Wert 1000µF/25V) gegen das Flackern an den vorgesehenen Anschlüssen auf der Lichtleiste angeschlossen. Externe Bauteile (Widerstand/Diode) sind da nicht nötig, da auf der Lichtleiste vorhanden.  Idealerweise beklebt man das Dach von unten her mit Lichtundurchlässigem, schwarzem Karton, damit das Licht von der Lichtleiste nicht durch das Dach schimmern kann, was im abgedunkelten Raum stören könnte. Das werde ich gelegentlich nachholen, allerdings fahren meine Züge nie bei vollkommener Dunkelheit. Bei anderen Wagen habe ich das so gemacht, hier habe ich schlicht nicht daran gedacht. Das Bemodach ist aber relativ Lichtundurchlässig.

Ebenfalls habe ich in einem Steuerwagen der SBB die neue Lichtleiste mit Decoder von Stärz eingebaut (Testmuster). Der Decoder dieser Lichtleiste versteht SX1, SX2 und DCC. Er lässt sich ähnlich der DH-Lokdecoder von D&H mit SX2 Programmieren und dann in SX1 fahren, wobei die SX2-Programmierungen wirksam bleiben (z.B. Lichtflackern beim einschalten)

Die nachfolgenden iTrain-Bilder stammen von diesem SBB-Steuerwagen.

SBB Steuerwagen
SBB Steuerwagen2

Im oberen Bild das 3-fach Spitzenlicht mit den beiden vorhandenen Glühlampen, die direkt am Lichtleistendecoder angeschlossen sind (ohne Vorwiderstand).
Im unteren Bild das rote Rücklicht, bestehend aus einer roten LED, die am Decoderanschluss Vorwiderstand angeschlossen ist. Es braucht normalerweise keine zusätzlichen, separaten Vorwiderstände, da beide Lichtanschlüsse doppelt vorhanden sind, 1x mit, 1x ohne Vorwiderstand.

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Lichtleiste Anschlüsse 1


Hier ein Teil-Bild der Lichtleiste vom Prototyp. Nebst den Anschlüssen für das Stirn-/Rücklicht gibt es noch 2 Anschlüsse für elektrische Kupplungen, AUX-Ausgänge und Anschlusspunkte für Stütz-Elkos gegen das Lichtflackern.

Für Steuerwagen ist diese Lichtleiste hervorragend geeignet, da es keinen separaten Decoder braucht wie z.B. beim oben vorgestellten Bemo-Steuerwagen.
In iTrain werden Loks und Wagen separat erfasst (Wagen freiwillig). So erfasse ich in iTrain nur Steuerwagen einzeln, während alle anderen Wagen als „Unbekannt“ mit der Gesamtlänge eingetragen werden. So sieht ein Zug in iTrain folgendermassen aus (hier H0 Pendelzug mit Steuerwagen mit Stärz-Lichtleiste mit integriertem SX1,SX2,DCC Decoder:

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Lokeintragungen (SX1 Format):

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Wageneintragungen (hier im SX2 Format für den Test, aktuell hat der Steuerwagen jedoch nun eine lange DCC-Adresse bekommen, da ich auf der Anlage nun auf reines DCC umgestellt habe (Fahren). Das Licht funktioniert auch unter DCC einwandfrei:

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In iTrain „Eigenschaften des Zuges“ wird unter „Funktionen“ eingestellt, was in der Lok, im Steuerwagen und allenfalls weiteren Wagen im Zug passieren soll (wenn sie denn auch erfasst sind):

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Mit diesen Einträgen wird das Licht der Lok und des Steuerwagens gemäss Fahrrichtung richtig geschaltet (1.Zeile) und die Wagen Innenbeleuchtung eingeschaltet (2. Zeile).

Zu beachten ist, dass die obigen iTrain-Bilder von der iTrain-Betaversion 3.2 stammen und in der definitiven Version noch etwas abweichen könnten. Die Version 3.2 wurde nun freigegeben (20.12.2014). Ebenfalls ist die in diesem Steuerwagen installierte Stärz Lichtleiste ein Prototyp, den ich zum Test erhalten habe. Beides, iTrain 3.2 und die Decoderlichtleiste sollten im Laufe der nächsten Wochen ausgeliefert werden können, wenn alles weiterhin rund läuft.

Aktuell (Juli 2019) fahre ich mit der iTrain Testversion 5.0.0, die im Spätherbst 2019 ausgeliefert werden soll, wenn alles gut verläuft. 

Der oben beschriebene Funktionsdecoder ist nicht mehr lieferbar. Er wurde durch den Funktionsdecoder FH 5B ersetzt, der mit Litzen, Flachbandkabel für NEM 651 oder ohne Anschlusslitzen geliefert wird. Ebenfalls gibt es Funktionsdecoder für die Next18 oder die PluX22-Schnittstelle und auch für die SUSI-Schnittstelle gibt es einen D&H Funktionsdecoder.  

27.12.2014 Änderung
06.07.2019 Anpassungen DCC und iTrain 5.0.0