D&H Energiespeicher SP05A für SUSI

Den D&H SP05A Energiespeicher gibt es in drei Varianten:

  • DH5A-0 (ohne Anschlusslitzen, ohne Schrupfschlauch)
  • DH5A-2 (mit Anschlusslitzen und Stecker für die SUSI Schnittstelle, mit Schrupfschlauch)
  • DH5A-3 (mit Anschlusslitzen, mit Schrumpfschlauch)

Die Produkteigenschaften und Funktionen gemäss Beschrieb von D&H:

  • Betrieb an allen Lok-/Fahrzeugdecodern mit normgemässer SUSI-Schnittstelle
  • Einstellbarer Beginn des Ladevorganges entweder nach Zeit oder bei Anfahrt
  • Einstellbare mac^ximale Pufferzeit damit stromlose Halteabschnitte nicht überfahren werden (bei Fahren mit PC oder von Hand sind stromlose Halteabschnitte unnötig)
  • Puffert bis zu 4 Sekunden lang Motor usw.
  • Geringe Wärmeentwicklung durch Einsatz modernster Technologien
  • Resetfunktion
  • Updatefähigkeit der Firmware überSUSI-Schnittstelle mittels Programmer.

3 Loks haben bisher einen D&H Energiespeicher bekommen. Das Resultat ist erfreulich. Auch von verschmutztem Gleis oder Herzstücken ohne Polarisierung lassen sich so ausgerüstete Loks nicht mehr stören.

Hier die Bilder der 2 Piko-H0 Loks und des Bemo Berninatriebwagens in H0m:

Bei dieser Lok musste ich den Schrumpfschlauch entfernen und die beiden Kondensatoren wegen Platzmangel separat montieren. Die Elektronik ist quer auf die Lokplatine geklebt, neben dem Decoder DH22A.

Dies Lok hat noch den grossen Motor von Piko, weil sie doch schon länger auf dem Markt ist (nur das Gehäuse ist aktuell). Der Decoder ist auf das LS-Gitter geklebt, der Energiespeicher findet Platz zwischen Motor und Getriebe.

Die älteren Bemo-Triebwagen haben eher schlechte Stromabnahmen und da macht ein Energiespeicher richtig Sinn.Der Speicher hat Platz im 2.Klassabteil und stört nicht im eingebauten Zustand, da Sitzende trotz Speicher noch Platz haben (nur die Beleuchtung könnte ich da noch etwas verbessern). Wenn man ein paar Minuten fährt, ist der Speicher voll und die Lok fährt nach Abschalten der Spannung noch bis zu 60 cm weiter. Das reicht auch für sehr schlechte Weichenstrassen usw. aus. Hier ein kurzes Video.

Fazit: Energiespeicher sind eine sinnvolle Ergänzung zu den Lokdecodern. Bedingung ist einfach, dass genügend Platz für den Einbau vorhanden ist. Zu den Decodern von D&H ist der D&H SP05A sehr zu empfehlen (kostengünstige Lösung). Für ESU Decoder bewährt sich das ESU-Powermodul, das jedoch sehr teuer ist. Mit einem Kondensator (25V), einem 100 Ohm Widerstand und einer Diode 1N4001 kann man auch selber einen einfachen Energiespeicher basteln. Verwechselt man bei diesem jedoch die beiden Litzen, dann explodiert der Elko, was sicher nicht so schön ist! Man sollte da also schon wissen was man tut.

In Zukunft sollen die Piko-Lok-Bedienungsanleitungen auch beschreiben, wie man die vorgesehenen Lötpads in neueren Pikoloks mit den 3 erwähnten Bauteilen bestücken kann. Das funktioniert aber gemäss Aussage von Piko nur mit den neuen Piko-Lokdecodern (Garantie).

Eine Alternative zu den Energiespeichern von D&H oder ESU ist die Verwendung eines Kondensators, einer Diode und eines Widerstandes. Diese schliesst man am Decoder an Grund und + (blau) an. Die Wirkung ist kleiner als beim D&H Energiespeicher, aber zur Überbrückung kleiner stromloser Teile (Herzstück, Schmutz usw.) reicht es ebenfalls. So habe ich einen Bemo RhB Berninatriebwagen (gelb. Nr.34) damit ausgerüstet, weil ich gerade etwas Zeit hatte und keinen D&H Energiespeicher zur Hand hatte.


Durch den Kondensator am Lokdach in der zweiten Klasse angeklebt, wird der Durchblick etwas behindert. Aber da der Triebwagen nicht beleuchtet ist, stört das im Normalfall nicht (hier fällt es wegen dem weissen Hintergrund auf).


Eingebaut ist hier ein ESU Lopi micro 4.0 Decoder. An den Anschlüssen Ground und Plus (blaue Litze) ist der Kondensator mit Diode und Widerstand angeschlossen.

Das Isolierband deckt die Litzen zwischen Decoder und Platine etwas ab damit sie etwas weniger von Aussen sichtbar sind.


Der Kondesnsator hat gerade noch Platz an der Decke in der 2.Klasse.

07.07.2018
08.07.2018 (Ergänungen)