Elektrische Verbesserung von Weichen

Roco-Line Gleis H0

Nach umfangreichen Tests vor ein paar Jahren habe ich mich bei der Spur H0 für das Roco-Gleis Roco-Line ohne Bettung entschieden. Dieser Entscheid war absolut richtig, ist das Roco-Line doch das betriebssicherste Gleis für die Spurweite H0 trotz sehr schönem Aussehen. Die meisten anderen Fabrikate taugen leider nicht für einen störungsfreien MOBA-Betrieb, weil sie z.Teil gravierende Fehler haben (Geometrie, Antriebe usw.).

Leider sind auch beim Roco-Line zusätzliche, elektrische Verbesserungen an den Weichen notwendig, wenn sie über Jahre einwandfrei funktionieren sollen. So ist die Stromversorgung der Weichenzungen über die Drehgelenke eine unsichere Sache, da durch Korrosion des Metalls irgendwann kaum mehr Strom zu den Loks fliessen wird. Um das Problem zu lösen, lötet man eine dünne Litze von der Zunge zu den innenliegenden Schienen. Diese Schienen werden ebenfalls durch vorhandene Aussparungen im Schwellenkörper miteinander verbunden. Damit bekommt man eine lang wirkende, sichere Stromversorgung der Loks über die Weichen. Solche Kabel/Litzen kommen beim Vorbild ebenfalls vor und man kann diese, wenn man will, auch farblich noch etwas behandeln.

 

Peco-Gleis H0m

Bis vor kurzem verbaute ich das Original-Bemo-Gleis, allerdings existiert auf der Anlage erst ein Bahnhof mit ein paar Weichen. Für das iTrain-Treffen vom 4.8.2012 in Zürich baute ich eine Demoanlage mit 2 Bahnhöfen mit vorhandenem Bemo-Material und den Abmessungen 2.50×1.00m. Da zeigte sich dann, dass die Qualität der Bemogleise einen problemlosen Betrieb kaum möglich macht, weil die Stromleiteigenschaften sehr schlecht sind und die Weichen alles andere als zuverlässig funktionieren. So habe ich mich entschieden, den H0m-Bahnhof mit 3 Gleisen auf der Anlage nochmals abzubrechen und mit den Peco-Gleisen H0m neu aufzubauen. Ebenfalls werden später die anderen Bahnhöfe, Strecken usw. nur noch mit Peco-Gleis gebaut.

Auch Peco-Weichen muss man elektrisch unbedingt verbesseren!
Dazu muss man bei den normalen Weichen 2 Trennschnitte in die inneren Schienenprofile fräsen, um das Weichenherz von den inneren Schienen und Weichenzungen zu trennen. Wie bei den Roco-Weichen gibt es 2 verbindungen von den Aussen- zu den Innenschienen und von dort über das Zungengelenk an die Weichenzungen.

Das Bild zeigt die notwendigen Massnahmen (Bilder sagen mehr als Worte)

Mit diesen Massnahmen wird garantiert, dass es nie zu einem Kurzschluss zwischen den Zungen und den Aussenschienen kommen kann, da sie die gleiche Polarität haben. So modifizierte Weichen machen auch nach Jahren immer noch guten Kontakt zu den Lokrädern und nur so können auch 2-achsige Kleinlokomotiven störungsfrei über Weichen fahren.

Bei den schönen Peco-H0m Bogenweichen ist die Trennstelle zwischen Herz und inneren Schienen bereits vorhanden, aber durch eine Brücke unter den Schwellen überbrückt. Diese Überbrückung muss man entfernen. Der Rest ist gleich wie bei der normalen Weiche.

Im Gegensatz zu den Bemoweichen fallen bei den Pecoweichen einzelne Räder nicht in den „Graben“ bei den Weichenherzen, was zu sehr holprigem Lauf führt. Bei Peco-Weichen gleiten die Räder über die Herzen, ohne dass es zu holprigem Lauf kommt. Das Neusilbergleis von Peco lässt sich auch sehr gut löten, was bei der Bemo-Gleislegierung kaum je möglich war.

 

Letzte Änderung:01.10.2012