Piko SBB EWI Personenwagen (ab 2019 im Programm)

Die Piko-Personenwagen sind ausgezeichnet gelungen, haben beste Fahreigenschaften und lassen sich mit einer speziell angepassten LED-Beleuchtungsplatine von Piko bestens beleuchten.

Die Beleuchtungsplatinen haben Lötpunkte zum Anschliessen von zwei kleinen 330 uF Kondensatoren, die in den beiden WCs Platz haben und von aussen nicht sichtbar sind
(= perfekte Lösung!). Zusätzlich hat es auf der Platine noch zwei Lötaugenpaare zum Einlöten der notwendigen SMD-Bauteile (je ein Widerstand 100 Ohm und Diode 1N4007). Die beiden Lötpunkte für die Diode sind leider ein bisschen zu nahe beisammen, so dass man da noch etwas Litze oder ein Drahtstück benötigt. Ebenfalls muss man noch eine Brücke schliessen mittels des Lötkolbens und etwas Lötzinn. Nachfolgend die Bilder des Speisewagens und eines Personenwagens der SBB. Die Personenwagen unterscheiden sich da nicht gross.

Piko Speisewagen
Piko Personenwagen
Beleuchtungsplatine Speisewgen (mit Decoder)
Inneneinrichtung des Personenwagens mit gestrichenem Boden und Passagieren (sieht einfach besser aus, vor allem nach dem Einbau der Beleuchtung.
Auch die Ablagen unterhalb des Fensters habe ich farblich behandelt, denn im Original sind sie nicht aus Fensterglas ;).
Montierter PIKO-Stromabnehmer (werden zusammen mit der Beleuchtungsplatine geliefert)
Führungsnute für die beiden Litzen vom Drehgestell zur Platine (das WC wird genutzt, allerdings teilt sich diese Dame dann später den Platz mit dem Kondensator und ist auch sonst von aussen nicht zu sehen :).
Hier sieht man die beiden Litzen, die bei Analog (ohne Decoder) an WR&WL/A, oder bei Digital mit Decoder an WR&WL/D angelötet werden. Oben der Widerstand 100 Ohm R15, Die Diode 1N4007 und die Lötbrücke J1 bei Betrieb mit Decoder.
Hier sieht man auch den Kondensator im WC (ohne Passagierin). Wenn man die WC-SDchüssel herausfräst, kann auch ein etwas grösserer Kondensator eingebaut werden, allerdings reichen die beiden 330 uF/25V Kondensatoren bei weitem gegen das flackern, sowohl Analog (ohne Decoder) und Digital /(mit Decoder).
Der passende Pico Funktionsdecoder passt perfekt auf die Platine und die Anschlusslötpunkte sind genau an der richtigen Stelle platziert, so dass man ganz kurze Anschlusslitzen verwenden kann.

Hier noch ein Stimmungsbild des beleuchteten Speisewagens, wo man auch gut die Wirkung der angestrichenen Tische erkennen kann. Ab Wek haben die Bänke, Tische und der Boden die selbe Plastikfarbe, was bei unbeleuchteten Wagen noch gehen mag, nicht aber bei Wagen mit Beleuchtung.

Wie man auf den Bildern gut sehen kann, ist eigentlich nur der Piko-Funktionsdecoder zum Einbau zu empfehlen. Diese Wagen hatten noch Neon-Röhrenbeleuchtungen, die beim Einschalten flackerten. Das kann man mit dem Piko-Decoder gut nachbilden. Ebenfalls funktionieren die beiden Elkos zum Antiflackerschutz nur mit den Piko-Decodern, weil auf anderen Decodern (z.B. von D&H) ein wichtiges Anschlusskabel fehlt. Andere Decoder habe ich nicht ausprobiert.

Die meisten der von mir eingesetzten Piko-Personenwagen haben jedoch keinen Decoder eingebaut, d.h. sie sind beleuchtet, wenn der Wagen auf dem Gleis steht. Nur beimSpeise- und einem Personenwagen habe ich einen Decoder eingebaut, um den Piko-Decoder zu testen. Ob ich die anderen Wagen auch noch mit Decoder ausrüste, steht noch in den Sternen, denn gerade billig ist dieser „Lichtschalter“ nicht und LEDs verbrauchen bekanntlich kaum strom, wenn sie hell leuchten. Für meine Anlage mit zusätzlichen Boostern ist das also kein Problem, wenn Personenwagen immer leuchten. Die Stärz-Zentrale und -Booster bieten 4 bzw. 3A Leistung. Mehr als 2A Verbrauch wurde noch nie angezeigt, meistens sind es um 1 – 1.5A.

Die Piko-Beleuchtungsplatinen für diese Wagen sind genial und es zeigt sich, dass Piko da perfekte Qualitäts-Entwicklungsarbeit leistet. Da wurde einfach an alles gedacht. Nur für die Bedienungsanleitungen sollte Piko Leute anstellen, die Technisches und Elektronisches auf für Laien verständlich beschreiben können. Vor allem fehlen für die Hobbyelektroniker die eigentlich notwendigen Schemas der elektronischen Schaltungen bzw. Leiterplatinen. Da besteht noch reichlich Nachholbedarf, auch bei den Loks und der neuen, teuren Piko Programmierlösung mit Programmer und Testboard. Zumindest Online gibt es für letzteres leider nur eine ganz schwache Anleitung. Trotzdem habe ich grosse Freude an diesen Wagen und Loks, denn Konstruktiv stimmt da einfach alles.

30.03.2020 Beitrag erstellt